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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

DLR Projekt: Steiler Endanflug - STENA

Flugbetriebliche Bewertung von steileren Endanflügen am Flughafen Frankfurt/Main

Projektziel

Lupe

Zur umfassenden Bewertung der Maßnahme „Erhöhter ILS Gleitwinkel 3,2°“ im Maßnahmenpaket Aktiver Schallschutz für den Flughafen Frankfurt/Main hat Fraport das Institut für Flugsystemtechnik des DLR in Braunschweig, mit der Durchführung einer flugbetrieblichen Bewertung von ILS- Steilanflugverfahren (ILS CAT I mit 3,2°) hinsichtlich Sicherheit, der Fliegbarkeit, der Luftfahrzeugeignung und der Kapazität beauftragt.
Schwerpunkt der Studie war hierbei die Durchführung einer Simulatorstudie am A330 Flugsimulator des Zentrums für Flugsimulation Berlin am Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr, bei der durch die TUB die betrieblichen Auswirkungen und die Arbeitsbelastung der Piloten bei der Durchführung von Anflügen auf eine 2.800 m lange Bahn mit erhöhten Gleitwinkel untersucht wurden.

Projektübersicht

DLR Projekttitel
Steiler Endanflug - STENA
Auftraggeber
DLR - Institut für Flugsystemtechnik
TUB Projektleitung
Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hüttig
Dr.-Ing. Oliver Lehmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Dipl.-Ing. Ekkehart Schubert

Projektbeschreibung

Es wurden insgesamt 176 Anflüge an 8 Versuchstagen unter den unterschiedlichsten Randbedingungen am Airbus A330 Full-Flight Simulator vorgenommen. Zum Einsatz kamen dabei Berufspiloten der Lufthansa, die sich freiwillig für die Versuche gemeldet hatten. Durch die Aufzeichnung der flugtechnischen Parameter und eine subjektive Beurteilung der Anflüge durch die Piloten mittels Fragebögen, konnte eine umfangreiche Bewertung vorgenommen werden.
Die wesentlichen Ergebnisse der STENA Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Gefährliche Flugzustände, die ihre Ursache im 3,2° Anflugwinkel haben, sind in der Studie nicht aufgetreten.
  • Die vertikalen Gleitpfadablagen unterhalb von 1000 ft über Grund sind gering und zeigen keine Abhängigkeit vom Anflugwinkel.
  • Die Sinkgeschwindigkeiten liegen im erwarteten Bereich, ihre Mittelwerte sind auch bei Rückenwind nicht größer als 1000 ft/min.
  • Bei Rückenwind kommt es zu deutlich mehr temporären Überschreitungen der Sinkgeschwindigkeitsgrenze. Das ist kritisch zu bewerten.
  • Die Verkürzung der Anflugzeit und der Landestrecke haben positive Auswirkungen auf die Kapazität der Landebahn.
  • Die Pilotenbefragung zur Sicherheit, Arbeitsbelastung, Trainingsaufwand und operationelle Einsetzbarkeit zeigt keine signifikanten Nachteile / Einschränkungen für Anflüge mit einem Anflugwinkel von 3,2° auf.

Veröffentlichungen

Zusatzinformationen / Extras

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Lehrbeauftragter

Dipl.-Ing. Ekkehart    Schubert
Tel. +49 (0)30 314 - 25617
Raum F 307

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